Montag, 1. November 2010

Schachtverkleidung

Am Samstag war es nun soweit. Die bei Norbert (Atoll Riff Deko) bestellte Schachtverkleidung wurde eingebaut (siehe auch Bilder vom 30.10.2010). Das bedeutete einen ganzen Tag Arbeit für mich und zwei Freunde.
Als Vorbereitung hatte ich die letzten Monate keine neuen Fische dazugekauft, obwohl ich ein paar Chromis verloren hatte. Außerdem hatte ich in den Tagen vor dem Umbau noch zwei Wasserwechsel gemacht und das „Altwasser“ in eine große Regentonne (von meinem Aquarienhändler) gefüllt. Hier kamen noch eine Heizung und eine Pumpe rein. Die Fische haben auch zwei Tage nichts zu fressen bekommen (damit die ihre Zwischenunterkunft nicht so schnell verschmutzen).

Wasser, Steine und Fische kamen dann heute raus und wurden in Regentonnen und Eimer untergebracht und in das voll geheizte Bad gestellt. In den Fischeimer kam ein Sprudelstein und zu den lebenden Steine eine Umwälzpumpe. Den letzten Rest trübes Wasser und den Sand aus dem Becken habe ich weggeworfen. Dann wurde das Becken mit einem Schaber und Küchenrollen (5 ganze Rollen) gereinigt und die Schachtverkleidung reingestellt. Sie passte perfekt! Anschließend haben wir die drei Teile mit Orca-Unterwasserkleber an der Seitenscheibe und dem Schacht festgeklebt und die Platten unten mit Pappe abgestützt (die Verkleidung stützt sich nicht am Boden ab, ist sozusagen freischwebend). Hier dachte ich mir, dass ich den Magneten meiner Streampumpe schon mal anbringe, da der die Platte ja auch beim Abbinden des Klebers halten könnte. Der Magnet passte aber nicht, da bei der kreisrunden Öffnung keine Aussparungen für die vier Füßchen gemacht wurden. Also nochmal Platte raus und den Fräsbohrer angesetzt.

Jetzt passte alles und musste noch kurz abbinden. Eine Pizza später haben wir die Plexiglasplatten für den Boden reingeklebt und den zuvor gewaschenen Aragonitsand raufgeschüttet. Aus lebenden Steinen/Platten, PVC-Rohr und Reef Construct Mörtel haben wir schnell noch ein Riff mit Höhle und zwei Pfeilern gebaut. Das musste schnell gehen, da die lebenden Steine nicht so lange aus dem Wasser sollten. Der Kleber von Michael bindet aber extrem schnell ab, ganz so schnell wie im Werbetext war es dann aber doch nicht. Danach wurde alles wieder aufgefüllt und die Korallen in der milchigen Brühe mit dem üblichen Knetkleber an den Steinen festgeklebt.

Die restlichen lebenden Steine kamen soweit möglich in das Technikbecken. Ich musste trotzdem etliche wegwerfen. Zwei Ampullen Bio Digest Bakterien habe ich noch zugegeben (eine vorher in den Sand und eine ins Wasser), sowie eine doppelte Portion aufgelöstes Zeolithpulver (die Sparvariante von Easy Life). UV und Ozon habe ich zunächst ausgestellt um die Bio Digest Bakterien nicht gleich wieder umzubringen. Ozon habe ich gegen das Nitrit dann erst Stunden später nachts auf kleiner Stufe mitlaufen lassen. Am nächsten Morgen war das Wasser immer noch leicht trüb. Ozon wurde ausgestellt und eine neue Ampulle Bio Digest sowie aufgelöstes Zeolithpulver zugegeben. Alle Fische sind noch da und die Korallen sind größtenteils auch wieder offen. Wobei einer der Fahnenbarsche etwas apathisch unter einem Steinvorsprung sitzt.

Ein Wassertest ergab ganz gute Werte, nur der Phosphatwert ist mit 0,25 viel zu hoch. Zwei Aqua Medic Filtersäulen hatte ich aber vorher schon mit Absorber und etwas Kohle gefüllt. Einen Ammoniak / Ammonium bzw. einen Nitrittest habe ich mir allerdings nicht extra besorgt.

Durch den Umzug habe ich eine Menge Beckenbiologie zerstört, da ich den Sand weggeworfen habe und auch etliche Kilos Steine rausnehmen musste. Das Becken stand so jetzt schon fünf Jahre, da hatte sich im Sand aber auch eine Menge Dreck angesammelt. Ich habe die Gelegenheit auch genutzt mich von etlichen Weichkorallen und Krustenanemonen zu trennen.

Jetzt heisst es. Finger raus. Morgens gibt’s immer eine Ampulle Bio Digest, Mittags Zeolitpulver und die Nacht über etwas Ozon in den Schäumer. UV lasse ich momentan aus, der Palettendoc zeigt trotz dem Umzugsstress bisher noch keine Pünktchen. Die Korallen hatten anfangs kräftig abgeschleimt, sehen aber momentan auch schon wieder ganz gut aus.

Der Schacht gefällt mir ansonsten sehr gut. Die Verarbeitung ist super! Lediglich die Öffnung für die Streampumpe wäre verbesserungswürdig. Dank Fräsbohrer war das aber nur ein kleines Problem.

Samstag, 30. Oktober 2010

Schachtverkleidung wird eingebaut

Heute war ein anstrengender Tag. Zu dritt wurde den ganzen Tag lang das Becken geleert und die Schachtverkleidung eingebaut. Dann haben wir noch einen Riffpfeiler gebastelt. Mehr Text dazu gibts am 01.11.2010.






Donnerstag, 30. September 2010

Beleuchtungsodyssee

Die neue Lampe kam an und hatte einen Transportschaden (gestauchtes Blech). Außerdem waren die falschen Leuchtmittel dabei.

Nach mehreren Telefonaten und e-Mails wechselte dann auch noch der Internetshop den Inhaber. Irgendwann wurde die Lampe dann doch noch abgeholt und beim Hersteller repariert. Neue Leuchtmittel habe ich auch bekommen und durfte die beiden falschen T5 Röhren aus Kulanz behalten.

Ansonsten ist die neue Leuchte klasse. Bestückt ist sie nun mit
2 x 250 Watt Giesemann Megachrome Coral (14.500 Kelvin)
2 x T5 Giesemann Powerchrome Aquablue + (15k)
2 x T5 Giesemann Powerchrome Actinic +

Das Licht gefällt mir momentan sehr gut. Weiß mit einem leichten Blaustich. Die Leuchte brummt nicht wie die alte und man kann mit dem Profilux einen schönen Sonnenauf- und -untergang simulieren. Das sieht so aus.

09:00 - 10.00 Uhr 2 x T5 (blau)
10:00 - 11.30 Uhr 4 x T5 (blau und weiß)
11.30 - 20.00 Uhr 2 x T5 (blau) und HQI, die beiden weißen Röhren gehen um 11.31 Uhr aus, wenn die Brenner hochgefahren sind
14.30 - 15.30 Uhr die vollständige Beleuchtung (alle T5 Röhren und HQI) als Mittagssonne, damit die Korallen schön UV Schutzpigmente bilden müssen
20.00 - 21.00 Uhr 4 x T5 (die HQI ist nun aus)
21.00 - 22.00 Uhr 2 x T5 (blau)

Die HQI Brenner sind nur 8,5 Stunden an. Ich hatte sie anfangs 10 Stunden laufen, habe aber nach einem Gespräch mit meinem Händler die Dauer reduziert. Von der Färbung etc. konnte ich keinen Unterschied feststellen.

Update vom Februar 2011: Die Lampe ist immer noch toll. Das Licht ist inzwischen allerdings nicht mehr ganz so schön blau, aber immer noch ok. Beim nächsten Leuchtmittelwechsel werden es dann andere Brenner (Aquaconnect Performance) werden, die farbstabiler sind.

Mittwoch, 18. August 2010

Monokultur und kaputte Koralle

Momentan habe ich massenweise Kupferanemonen. Wird Zeit, dass ich wieder welche verkaufe.

Die neuen Korallen wachsen sehr gut, allerdings hat meine Lamelosa-Platte etwas wegbekommen und löst sich von der Mitte her auf. Das ist schon das zweite Mal, dass sowas passiert. Ich werde wohl einen Teil fragmentieren müssen.



Dienstag, 10. August 2010

alte Einträge

So, der Blog ist online, aber bisher steht nicht viel drin. Ich werd deshalb den ganzen alten Teil mit dem Beckenaufbau nach und nach aus der Homepage rüberkopieren, damit es hier auch was zu lesen gibt.

Mittwoch, 4. August 2010

Roderichs Meerwasserblog geht online

Ab heute geht Roderichs Meerwasserblog online. Damits nicht so langweilig wird, werde ich die letzten Monate noch nachtragen.

Montag, 2. August 2010

Profilux II - die eierlegende Wollmilchsau



So, meine schöne Lampe mit eingebautem Computer ist hin und die neue (billigere) hat so was nicht. Mit eingebautem Computer hätte die mal so eben 1.600 Euro gekostet. Es werden also drei Stromkabel da rauskommen die mit einem Kabel-/Steckdosensalat irgendwie angesteuert werden dürfen. Ich war nun auf der Suche nach einer programmierbaren Steckdosenleiste. So etwas habe ich nur von der Firma Gembird (Gembird Silver Shield) gefunden. Man schließt das Teil an den PC an und kann z.B. die Schaltzeiten einstellen. Wenn man zu dieser Steckdosenleiste jedoch die Bewertungen liest, scheint das billigster Chinaschrott zu sein.

Irgendwann kam ich dann auf den GHL Profilux (Made in Germany). Das ist ein kleiner Aquariencomputer an den man Steckdosenleisten und Sensoren (Temperatur, Leitwert/Salzgehalt etc.) anschließen kann. Der kostet je nach Modell zwischen 165 und 450 Euro. Das Spitzenmodell Profilux III kann dabei auch auf das Internet zugreifen und Messwerte etc. auf einen Webserver übertragen. Das kann man sich dann z.B. auf dem IPhone anzeigen lassen, also gerade das richtige für Techniknerds. Der ist mir leider zu teuer, außerdem stellt sich die Frage, ob ich mir auf Arbeit meine Wassertemperatur ansehen möchte.
Ich habe mich aber für den preiswerteren Profilux II Plus mit 4fach-Steckdosenleiste und Temperatursensor entschieden. Durch dem Temperatursensor kann der dann auch gleich meinen neuen Lüfter an- und ausschalten.